Anlagegrundsätze

 

Wir investieren nach den wissenschaftlich bestätigten Erkenntnissen der Modernen Portfoliotheorie (MPT).

 

Investieren Sie in wertschaffende Vermögensgegenstände - Investieren statt Spekulieren!

 

Was ist Investieren?

Wir investieren in liquide Vermögensgegenstände, die langfristig eine dauerhafte reale Rendite aus einer wirtschaftlichen Wertschöpfung erzeugen.

Im liquiden Teil Ihres Vermögens legen wir deshalb in Aktien und festverzinsliche Wertpapiere (Renten oder Anleihen) an. Die Rendite wird in Form von ausgeschütteten oder einbehaltenen Dividenden oder Zinsen erwirtschaftet. Im illiquiden Teil Ihres Vermögens erzielen Sie Mieten für Ihre Immobilien.

 

Was ist Spekulieren?

Wir sehen es kritisch, Anlagen nur mit der Hoffnung zu kaufen, ein Dritter könnte in der Zukunft mehr für diese Anlagen bezahlen. Wir nennen es Spekulation, wenn diese Hoffnung nicht auf einer wirtschaftlichen Wertschöpfung in Form von Dividenden, Zinsen oder Mieten beruht.

 

Ein Beispiel:

Rohstoffanlagen (Energie, Verbrauchsgüter, Nahrungsmittel, Edelmetalle) erzielen keine Zinsen und Dividenden. Die langfristigen realen Renditen dieser Gegenstände liegen bei null, nach Transaktionskosten unter null. Eine Rohstoffanlage ist also Spekulation.

Wir legen allerdings in viele Unternehmen, die Rohstoffe fördern und herstellen, an. Das ist Investieren.

 

Alles Wissen über die Zukunft ist bereits in den Kursen enthalten: Die Wertpapiermärkte sind informationseffizient!

 

Die Wertpapierkurse beinhalten zu jedem gegebenen Zeitpunkt alle öffentlich zugänglichen Informationen (Eugene F. Fama, 1966, Nobelpreis 2013) . Fehlerhafte Preise können entstehen, jedoch in keinem vorhersehbaren Muster aus dem dauerhaft nach Kosten ein Vorteil entstehen könnte.

Es geht nicht darum, ob die Schwankungen der Wertpapiermärkte rational oder irrational, die Bewertungen zu teuer oder zu billig sind. Die Wertpapiermärkte aus Aktien, Renten und Devisen beinhalten im Unterschied zum Kauf eines Gebrauchtwagens oder einer Eigentumswohnung aufgrund der Vielzahl der weltweiten Marktteilnehmer zu jedem Zeitpunkt alle öffentlich bekannten Informationen. Die Märkte liefern deshalb auf lange Sicht bessere Preisschätzungen als einzelne Marktteilnehmer:

Nachrichten sind öffentlich zugängliche Informationen und in den heutigen Marktpreisen bereits enthalten. Neuigkeiten können nur zufällig erraten werden, sonst wären es keine Neuigkeiten. Deshalb schwanken die Wertpapiermärkte nach der Veröffentlichung von Neuigkeiten nur zufällig um eine erwartete Rendite.

 

Es gibt keine Analysemethode, die die Zukunft verlässlich, dauerhaft und vom Zufall unterscheidbar vorhersagt!

 

Wir verzichten folglich auf das sog. Market-Timing (Auswahl des besten Kauf- oder Verkaufszeitpunktes).

Weiterhin beschäftigen wir uns nicht mit der Auswahl der besten zukünftigen Aktien, Sektoren oder Länder, da der Markt bereits heute alle öffentlich zugänglichen Informationen in der Preisbildung berücksichtigt.

Die Auswahl des besten Fonds, Fondsmanagers oder Gurus - immer der Vergangenheit - hilft nicht, bessere Ergebnisse in der Zukunft zu erzielen. Eine vergangene Wertentwicklung kann für die Zukunft nicht gekauft werden. Auch lange Erfolgsgeschichten der Vergangenheit beruhen auf Glück und Zufall, nicht auf besonderer Intelligenz, Analysetechnik, Können, Erfahrung oder Gefühl für Wertpapiere.

 

Risiko und erwartete Rendite gehören zusammen - Diversifikation senkt das allgemeine Risiko, jedoch nicht die erwartete Rendite!

 

Risiko ist die Quelle einer erwarteten Rendite. Ohne Risiko erzielen Sie die nominale Rendite einer kurzlaufenden deutschen Staatsanleihe. Als Vermögensverwalter suchen wir Risiken.

Aber: Die Wertpapiermärkte belohnen nicht alle Formen von Risiken.

 

Wertpapiermärkte belohnen systematisch und dauerhaft nur das Eingehen von systematischen Risiken. Diese Risiken werden systematische Risikofaktoren (sog. Fama-French-Risikofaktoren) genannt.

Da sich systematische Risiken durch Diversifikation nicht verringern lassen, besteht eine positive erwartete Rendite als Ausgleich, wenn ein Anleger diese Risiken eingeht. Obwohl Diversifikation das Risiko eines Portfolios senkt, verringert sie nicht deren erwartete Rendite ("the only free lunch in investing"), erkannte 1952 Harry Markowitz (Nobelpreis 2013).

Der größte Teil des Schwankungsrisikos und der erwarteten Rendite eines Wertpapierportfolios lassen sich durch systematische Risiken erklären (Factor-Investing). Der geringe Rest ist Glück und Zufall.

In der Summe verdienen alle Anleger an systematischen Risiken.

Je höher der Aktienanteil und der Anteil an Small Caps und Value Werten sowie Aktien mit höherer Profitabilität im Wertpapierportfolio sind, desto höher werden die erwartete Rendite und das Risiko in Form von Kursschwankungen sein.

 

Das Eingehen von unsystematische Risiken, oft Alpha genannt, belohnen die Wertpapiermärkte  nur zufällig und nicht dauerhaft.

Diversifikation verringert die unsystematischen Risiken. Da jeder Anleger unsystematische Risiken durch Diversifikation kostenlos vermeiden könnte, bezahlt der Markt für eine geringe oder falsche Diversifikation keine Prämie.

In der Summe verlieren alle Anleger durch unsystematische Risiken nach Transaktionskosten (Nullsummenspiel). Einzig die Banken oder Makler, die Transaktionen ausführen, verdienen.

Beispiele für unsystematische Risiken sind:

Alle Formen des Market Timing, des Über- oder Untergewichtens oder der Konzentration auf einzelne Aktien, Länder oder Regionen gehören dazu.

 

Befassen wir uns mit den Dingen, die wir gemeinsam beeinflussen können!

 

Wir befassen uns mit den Stellschrauben eines Portfolios, die systematisch zu strukturieren und beinflussen sind:

Dies sind die Risiken, die eingegangen werden, und die Kosten und Steuern der Portfolioumsetzung.

Die Rendite eines Portfolios ist nur das Ergebnis unserer Umsetzung!